Googles™ Abstrafung und wie man sie vermeidet

„Die Seite ist weg!“ In diesen schlichten Worten drückt sich der Supergau eines Webmasters aus.
Wobei mit „Seite“ die Webseite gemeint ist und mit „weg“ das Verschwinden aus den vorderen Positionen
der Suchmaschinenergebnisse.

Stress, Schweiß und Tränen sind die Reaktion auf so ein albtraumartiges Desaster, und was bleibt ist die bange Frage: Warum.

Ja, warum. Leider gibt es auf diese Frage keine einfache Antwort. Denn Gründe für ein Verschwinden gibt es viele. Das reicht vom kleinen Programmierfehler, über ein Serverproblem zur  Algorithmus-Änderung oder sogar zur Abstrafung von Google™ und Co.

Was es tatsächlich ist, weiß man erst nach einer gründlichen Analyse. Was es aber sein könnte, wollen wir hier einmal etwas näher betrachten.

 

Probleme mit dem Provider

Geben wir zu Beginn gleich einmal dem Webhost die Schuld, denn auch Provider machen Fehlen.
Sie löschen beispielsweise versehentlich die Inhalte einer Seite und fahren dann ihr gewohntes Backup drüber.

Google bekommt von nun an nur noch leere Seiten zu sehen. Bemerken wir den Fehler schnell, können wir den Provider bitten, eine seiner zeitlich begrenzt aufbewahrten Sicherungskopien einzuspielen. Dann wird alles gut, bevor Google™ die Seite in die Sandbox schupst. Kommen wir aber zu spät, dann gibt es gar keine Kopie mehr und unsere Seite ist für immer weg.

Lösung

Die Provider fahren ihr Backup in einem bestimmten Turnus, entweder wöchentlich oder monatlich. In diesem Turnus sollten Sie Ihre Seite kontrollieren, ob sie noch unversehrt vorhanden ist. Sieht etwas verdächtig aus, setzten Sie sich sofort mit Ihrem Webhost in Verbindung.

Machen Sie nach jedem neuen Artikel, den Sie veröffentlichen eine eigene Sicherungskopie von Ihrer Seite und speichern Sie diese auf Ihrer Festplatte. Machen Sie einmal im Monat ein Backup von Ihrer Festplatte auf eine externe Festplatte. Sollte Ihr Provider versehentlich Ihre Seiten gelöscht haben, können Sie so problemlos Ihr eigenes Backup einspielen.

Auch ein Cronjob – den Ihr Provider eventuell im Cpanel/Administrationskonsole anbietet oder ein Cronjob als Backup-Plugin/Addon – können Sie nach Ihren Wünschen programmieren und er liefert Ihnen dann regelmäßig eine Sicherungskopie.

 

Black-Hat SEO (Search Engine Optimization) und die Suchmaschienen

Das ewige Katz- und Maus-Spiel zwischen Black-Hat SEOs und vornehmlich Google™ hat auch etwas Gutes:
Es schafft jede Menge Arbeitsplätze.

Denn wenn die Black-Hat SEOs wieder einmal eine neue Software oder eine neue Methode gefunden haben, um ihre Seite illegal und gegen alle Richtlinien auf die vorderen Plätze der Suchmaschinenergebnisse zu bugsieren, muss Google™ und Co. am anderen Ende eine Menge von Spezialisten (Web-Spam-Team) engagieren, die sie von dort wieder herunterkriegen.

 

Was ist Black-Hat SEO?

Mit Black-Hat SEO oder Schwarze SEO wird eine Suchmaschinenoptimierung (Search Enging Optimization) bezeichnet, die bewusst gegen die Richtlinien der Suchmaschinen verstößt. Und die SEOs sind die Suchmaschinen-Optimierer, die sie anwenden.

 

Weshalb verwenden sie Black-Hat Techniken?

Weil Black-Hat SEOs generell das schnelle Geld wollen und natürlich den Aufwand scheuen,
mit ehrlichen White-Hat Methoden eine gleichwertiges Ranking zu erreichen. Außerdem dauert es ihnen
viel zu lange. Mit ihren Methoden sind sie ratzfatz vorne auf der ersten Seite, aber auch ratzfatz verschwunden, wenn sie erwischt werden.

Da könnte man nun annehmen, dass solch ein Spiel nur ein paar ausgebufften kleinen SEO Freaks gefällt,
für die das Ausreizen der Suchmaschinen eine Art Event darstellt. Weit gefehlt.

Auch große, seriöse Unternehmen bedienen sich gern solcher Methoden. Nur Google™ spricht nicht darüber, wenn sie sie erwischen. Es sei denn Matt Cutt, Googles Prinzipal.

 

Was bedeutet Black-Hat SEO für den Nutzer?

Er findet nicht, was er sucht oder die ihm gezeigten Ergebnisse sind von schlechter Qualität. Noch schlimmer ist es, wenn er bei seiner Suche auf  pornographische, verseuchte oder illegale Seiten umgeleitet wird und sich einen bösen Virus oder Trojaner dadurch einfängt.

 

Die Methoden der Black-Hat SEOs

  • Brückenseiten / Doorway-Pages
  • Cloaking  und Weiterleitungen
  • Linkkauf / Linktausch
  • Linkfarmen
  • Versteckter Text / Hidden Text
  • Keyword-Stuffing

 

Brückenseiten / Doorway-Pages

Dies sind Seiten von geringer Qualität, die für ein bestimmtes Keywort optimiert wurden und keinen Mehrwert
für den Nutzer darstellen. Mit ihnen wird oft eine Domäne künstlich aufgebläht, um Besucher anzulocken.
Sie verstoßen gegen die Qualitätsrichtlinien von Google™. Wird Google™ fündig, wandert die Domäne
für 30 Tage ins Aus.

 

Cloaking und Weiterleitung

Wenn den Suchmaschinen ein anderer Seiteninhalt als dem Webseitenbesucher präsentiert wird, spricht man von Cloaking. Da Suchmaschinen nur Textinhalte lesen, Webseitenbesucher aber gerne multimediale Seiten mit Videos haben, wird von Black-Hat SEOs den Suchmaschinen ein Text gezeigt, den Webseitenbesuchern hingegen Bilder oder ein Flash Video.

So landeten früher viele Webbesucher ungewollt auf einer Pornoseite, obwohl sie nach ganz anderen Begriffen suchten. Das brachte Google™ eine Menge Ärger ein. Deshalb entschloss man sich dort, Cloaking generell als Verstoß gegen die Qualitätsrichtlinien zu sehen und die entsprechenden Domänen vorübergehend aus dem Index zu schmeißen.

 

Linkkauf / Linktausch

Nach Googles™ Auffassung drückt sich die Beliebtheit und Reputation einer Seite in der Anzahl und Qualität der auf sie verweisenden Links aus. Das ganze nennen sie PageRank nach seinem Erfinder Lawrence Page und dem englischen Wort für „Rang“- rank.

Damit das mit dem Linkaufbau nicht zu lange dauert, ist eine Black-Hat SEO-Technik der Linkkauf.
Man kauft sich Links, um einen schnellen guten PageRank zu erhalten, das heiß den PageRank zu manipulieren.

Google™ hat dazu aber eine ganz klare Haltung: Verstoß gegen ihre Qualitätsrichtlinien, weil der Nutzer getäuscht wird. Auch der exzessive Linktausch nach dem Motto „Verlinkst du mich, verlinke ich dich“
(Reziproke Links) ist Google™ ein Dorn im Auge und wird von ihnen geahndet.

 

Ausnahme beim Linkkauf und Linkverkauf

Geht es beim Linkkauf oder Linkverkauf jedoch um eine reine Werbemaßnahme, das heißt, der Käufer hofft, durch diesen Link viele Besucher auf seine Seite zu bekommen, wird dies nicht beanstandet. Die Links müssen dann jedoch mit einem rel=“nofollow“-Attribut versehen werden, um den Suchmaschinen deutlich zu machen,
dass es hier nicht um die Vererbung von PageRank geht.

 

Als Webverzeichnis getarnte Linkfarm

Webverzeichnisse und Linkfarmen unterscheiden sich äußerlich kaum voneinander, beide haben viele Kategorien, beide viele Links. Das macht es auch für die Suchmaschinen nicht leicht, die schwarzen Schafe ausfindig zu machen. Zumal sich Linkfarmen in letzter Zeit anschicken, ihre Seiten zur Tarnung mit Texten zu versehen.

Linkfarmen und Linknetzwerke sind jedoch für die Suchmaschinen ein Störfaktor, da sie ausschließlich dazu dienen, die Suchergebnisse zu manipulieren. Linkfarmen und Linknetzwerk Bertreiber bieten es als Service an – gegen Geld – künstlich erstellte Links mit einer Domäne zu verlinken, um diese in den Suchergebnissen nach ob zu pushen.

Nicht nur die Suchmaschinen gehen gegen diese Methoden vor, auch die Konkurrenz, die Mitbewerber geben schon mal gerne einen Hinweis an die Suchmaschinen, damit solche nach oben gepushten Seiten vorübergehend aus dem Index verschwinden oder ein schlechtes Ranking erhalten.

 

Versteckter Text / Hidden Text

Wenn der Text die gleiche Farbe wie der Hintergrund hat, kann er vom Besucher nicht gelesen werden, wohl aber von den Suchmaschinen, da diese den Quelltext auslesen. So kann man viele Keywörter auf einer Seite anhäufen, um die Keyword-Density zu erhöhen, ohne dass es der Besucher sehen oder stören würde.

Obwohl die meisten Suchmaschinen im Quelltext diesen Manipulationsversuch erkennen können, ist es immer noch eine beliebte Methode der Black-Hat SEOs die eigenen Seiten auf diese Weise zu pushen.

 

Keyword Stuffing

Um ein gute Ranking zu erzielen, wird der Text einfach wahllos mit Keywörtern vollgestopft. In ganz dreisten Fällen grenzt es an eine plumpe Aneinaderreihung einzelner Keywörter, die nur eins zum Ziel hat: Manipulation der Suchergebnisse.

Keyword Stuffing wird aber von den Suchmaschinen erkannt und als Spam abgestraft.

 

Black-Hat SEO ist verlockend

All diese Black-Hat-Methoden haben ihren Reiz und verlocken auch dazu, dass man die eine oder andere einmal ausprobiert.

Sollten wir versucht haben, beispielsweise Google™ auszutricksen und wurden dabei erwischt und abgestraft, dann hilft nur eins: Ehrlichkeit.

Google™ weiß ohnehin, dass wir manipuliert haben, da nutzt es nichts irgendetwas schönzureden. Da hilft es nur, die Seiten von den Black-Hat Techniken zu befreien und einen Antrag auf erneute Überprüfung bei Google™ zu stellen.

Denn wenn wir nichts unternehmen, fliegt unsere Seite aus dem Index und bleibt auch draußen. Wenn wir uns das leisten können, ist gut.

Wenn wir uns das nicht leisten können, müssen wir halt zu dem Mist stehen, den wir gebaut haben und in Zukunft die langwierigen, ehrlichen White-Hat SEO Methoden anwenden, damit unsere Seiten wieder in den vorderen Positionen der Suchergebnisse gerankt werden.

 

Wann Tante G**gle noch den Stecker zieht, lesen Sie im 2. Teil:

Webseite weg! – Der Fluch der Robots.txt-Datei

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2 Antworten auf Googles™ Abstrafung und wie man sie vermeidet

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