Schnelle Webseite, guter Pagerank? Der Leistungscheck

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Wenn Gooles Primus Matt Cutt vom Webspam Team anfängt, mit Zahlen zu jonglieren, dann kann das – dezent formuliert – schon mal für Verwirrung sorgen:

„Allerdings hat die Geschwindigkeit einer Website nur bei einer von hundert Suchanfragen

tatsächlich einen erkennbaren Einfluss auf das Ranking.

Somit stellt die Geschwindigkeit gerade einmal für eine von tausend Websites ein Problem dar.“ (Matt Cutt)

Aber diese Zahlen sind ohnehin nur etwas für den Statistik-Freak oder den Googlebot. Denn für unsere Webseite ist es völlig egal,  wie schnell andere Webseiten laden. Für uns ist nur entscheidend, wie schnell lädt unsere eigene.

Und damit verbunden ist natürlich auch das Nutzererlebnis, das heißt: fühlen sich die Besucher unserer Seite so wohl, als würden sie in einem Buch herumblättern, weil unsere Seiten tatsächlich sekundenschnell laden?

Misst Google nur die Ladezeit des HTML-Quellcodes?

Um es vorwegzunehmen: Nein, Google misst nicht nur die Ladezeit des HTML-Quellcodes und lässt die Bilder, Videos, Javascript- und CSS-Dateien der Seite außen vor. Das ist ein Gerücht.

Google wertet unter anderem die Daten von der Google Toolbar aus, die sie von Leuten bekommen, die diese aktiviert haben. Matt Cutt: „Wir arbeiten mit Daten aus der Google Toolbar, genauer gesagt mit Daten von Leuten, die diese aktiviert haben. So erhalten wir realistische Ladezeiten.“

 

Besseres Ranking mit einer schnellen Webseite

Wenn wir mit einer schnelleren Seite  eine bessere Crawlbarkeit der Suchmaschinen und ein besseres Ranking bei Google erzielen können, dann sollten wir unsere Seite schleunigst optimieren.

Ansonsten könnte es leicht passieren, dass  sich im Zeitalter der Social Media unsere Besucher eher auf  Facebook und Co. über ihren Frust mit unserer langsamen Homepage unterhalten, als über unseren tollen Service oder unsere erstklassigen Produkte.

 

So ermitteln Sie die Geschwindigkeit Ihrer Website

Es gibt genügend Tools im Internet, mit dem Sie die Ladegeschwindigkeit Ihrer Webseite messen können. Hier finden Sie die wichtigsten und danach gleich eine kurze Anleitung, wie Sie einen Leistungstest Ihrer Webseite auf Webpagetest durchführen.


  • Page Speed, ein Open-Source-Firefox/Firebug-Add-on. Dieses Add-on ermittelt Ihnen die Schnelligkeit ihrer Site und macht Verbesserungsvorschläge
  • YSlow, ein kostenloses Tool von Yahoo!, das Möglichkeiten zur Verbesserung der Websitegeschwindigkeit vorschlägt.
  • WebPagetest ist eine sehr aufwändige Testseite mit einer guten  Optimierungs-Checkliste. Im Anschluss finden Sie eine kurze Anleitung zu diesem Tool. Ich habe Ihnen die wichtigsten Optionen übersetzt.
  • In den Webmaster-Tools, unter Google Labs – Website-Leistung – wird die Geschwindigkeit der Website so angezeigt, wie sie von Nutzern weltweit wahrgenommen wird. Hier wird die genaue Sekundenzahl angegeben, wie schnell Ihre Seite lädt und wie schnell oder langsam sie im Vergleich zu anderen Webseiten ist.
  • Viele weitere Tools finden Sie auf code.google.com/speed

 

So führen Sie einen Leistungstest ihrer Seite durch

Geben Sie auf dieser Seite:

http://www.webpagetest.org/

die URL Ihrer Seite ein, die Sie testen wollen.

Am besten Sie fangen mit der Hauptseite an und testen danach die Unterseiten.

 

Test a Website

„Wählen Sie einen Standort

Als nächstes sollten Sie entscheiden, wo der Test ausgeführt werden soll. WebPagetest verfügt über Prüfmaschinen auf der ganzen Welt. Sie sollten jenen Standort wählen, von dem aus Ihre Webbesucher ins Netz gehen. Dazu können Sie im Dropdown-Menue einen Standort auswählen oder einfach „Select from Map“ anklicken und einen Ort auf der Karte auswählen. Wenn Sie mit der Maus über die roten Blasen gehen, erscheint im Alternativtext die Stadt. Für Deutschland ist es Frankfurt, für die Schweiz Genf.“

 

Weltkarte Test Webseite

 

„Wählen Sie einen Browser

Als letztes müssen Sie einen Browser wählen, in dem Sie den Test durchführen wollen. Wenn

Sie Ihren Browser nicht finden, dann verwenden Sie einfach IE7.“

 

Test a Website

 

Nun heißt es warten

 

Test a Website II

 

„Interpretation der Ergebnisse

Wenn Sie die Ergebnis-Seite das erste Mal sehen, kann es Sie verwirren oder sogar einschüchtern. Denn es gibt eine Menge an Daten, die es zu verarbeiten gilt. Auf den ersten Blick gibt es jedoch ein paar wichtige Informationen:

Oben auf der Ergebnis-Seite gibt es eine Auflistung für die wichtigsten Leistungsoptimierungen. Diese decken die grundlegenden Optimierungen und alle, die nicht als A oder B erscheinen, rechtfertigen eine ernsthafte Kontrolle und Untersuchung.“

Test a Website III

 

 

„Halten Sie Keep-Alive eingeschaltet

Jede Anfrage für den Webseiteninhalt (Bild, Java-Script, CSS, Flash etc) muss über eine Verbindung zum Webserver gemacht werden. Eine neue Verbindung zu erstellen, nimmt  manchmal viel Zeit in Anspruch. Daher ist es am besten, vorhandene Verbindungen zu nutzen. Mit Keep-Alive wird das bewerkstelligt.

Es ist bei den meisten Konfigurationen standardmäßig eingeschaltet und ist ein Teil des HTTP 1.1 Standards, aber es gibt Zeiten, in denen es unbeabsichtigt unterbrochen wird. Die Aktivierung von Keep-Alive ist in der Regel nur eine Konfigurations-Änderung auf dem Server und erfordert keine Änderungen an der Seite selbst und sie kann die Ladezeit einer Seite um bis zu 50% reduzieren.

(„HttpWebRequest.KeepAlive-Eigenschaft: Ruft einen Wert ab, der angibt, ob eine permanente Verbindung mit der Internetressource hergestellt werden soll oder legt diesen fest.“ Quelle: Microsoft

Komprimieren Sie den Text

Fast alles, was sich auf eine Seite befindet ist Text (HTML, Javascript, CSS), es sei denn es handelt sich um Bilder oder Videos. Text lässt sich sehr gut komprimieren und HTTP  unterstützt die Möglichkeit, die Dateien in komprimierter Form zu übertragen. Eine Aktivierung der Komprimierung für Texte ist in der Regel nur eine Server-Konfigurations-Änderung, ohne dass Änderungen an der Seite selbst vorgenommen werden müssen. Und das kann sowohl die Leistung erhöhen als auch die Kosten des Webhostings reduzieren, da die Menge der übertragenen Daten verringert wird.

Da die Text-Ressourcen gleich zu Beginn einer Browsersitzung heruntergeladen werden (Javasscript und CSS) und diese schneller zur Verfügung gestellt werden können, hat dies einen viel größeren Einfluss auf das Nutzer-Erlebnis als große Bytes von Bildern oder andere Inhalte.“

 

So optimieren Sie Ihre Bilder für die Webseite

Das Optimieren der Leistung/Ladegeschwindigkeit einer Seite ist nicht so einfach wie man es als Selfmade-Webmaster gerne hätte. Es ist leider schon fast so kompliziert, dass man dafür einen Fachmann braucht, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Was Sie aber auf alle Fälle selber machen können, ist die Größe Ihrer Bilder zu reduzieren. Und das machen Sie bei Bildern im PNG-Format auf der Seite http://tinypng.org/ und mit Bildern im  JPEG-Format in Fotoshop. Und wie das geht, erfahren Sie in den beiden Videos

Bild im  JPEG-Format komprimieren

 

Bild im PNG-Format komprimieren

 

 

Wir optimieren Ihre Webseite

Wenn Sie die Leistung Ihrer Website bestmöglich optimiert haben möchten, aber dabei etwas Unterstützung brauchen, schreiben Sie mir eine kurze E-Mail an  info(at)internetmarketinggeheimnisse.com, ich werde Ihre Webseite analysieren und zeige Ihnen dann Optimierungsmöglichkeiten auf, um unnötige Ladevorgänge zu vermeiden und die Ladezeit zu minimieren.

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