Sind Sie weg vom Fenster, wenn Tante Gugel ihre Meinung ändert?

Na, hat Tante Gugel Ihre Webseite aufs Abstellgleis bugsiert oder gleich in die Sandbox geschupst?

Dann befinden Sie in guterI love SEO Gesellschaft. Denn vielen ist das passiert, weil unsere Tante Gugel einen Paradigma-Wechsel vornahm, und man die Webseite nun mit den alten SEO Optimierungs-Methoden nicht mehr auf der ersten Seite der SERPs (Search Engine Result Pages/Suchmaschinenergebnis-Seiten) halten kann.

Aber das ist nur halb so schlimm. Hier erfahren Sie nämlich, was derzeit in, was out und was die No-Gos für Google™ & Co sind und, wie Sie mehr kostenlosen Traffic auf Ihre Seite bekommen, damit Ihre Seite schnell wieder nach vorne rutscht.

Nein, alles hat sich nicht geändert. Es gibt gewisse SEO-Basics, und die müssen Sie kennen und auch heute genau noch so anwenden:

1. On-Page SEO

– Title-Tags

– Meta-Description-Tags

– Keywörter in die URL setzen

– Bilder mit ALT-Tags versehen

– H1- bis H3-Tags

– Videos und Video-Sitemap

– Passende Keywörter

– Interne Verlinkung Ihrer Webseite

– Einfache Navigation

– Ladezeit der Webseite

– Barrierefreiheit

– Canonical-Link-Element gegen duplicate Content

 

 

2. Off -Page SEO

– Verwenden Sie ein Keywort, für das Sie ein Ranking erzielen wollen

–  Generieren Sie Anchor-Text-Backlinks

In der guten alten Zeit – eigentlich bis vor einem halben Jahr noch – konnte man einem gewissen Prinzip folgen und dann ziemlich sicher sein, bei Google™ & Co auf der erste Seite zu landen.

 

Dieses Prinzip lautete:

–        Wählen Sie ein Keywort mit geringer Konkurrenz und guter Nachfrage (Search Volume)

 

–        Erstellen Sie einen Blog und errichten Sie eine Sitemap. Tragen Sie die SEO Details (Titel, Seitenbeschreibung etc.) der Seiten und Posts ein und verwenden Sie Ihre Keywörter

 

–        Generieren Sie Backlinks von unterschiedlichen Quellen und unterschiedlichen IPs (Blog Kommentare, Seiten von Presseerklärungen, Web 2.0 Seiten, Bookmarking Seiten, Artikel Verzeichnisse, Foren, aus der Beschreibungs-Box von Video Seiten etc.)

–        Generieren Sie Backlinks von Autoritäts-Seiten

 

–        Generieren Sie Backlinks von Seiten mit gleichem Genre

 

–        Generieren Sie Backlinks, die aus einem Text stammen, anstatt von einer Link Liste

 

–        Kriegen Sie die Seite bei Yahoo und DMOZ indexiert und gelistet

 

–        Erstellen Sie einen Backlink (in Ihrem Profil und RSS Feed) auf den kostenlosen Web 2.0 Seiten

 

–        Erstellen Sie ein Netzwerk mittels kostenlosen Blogs (Blogger, Wetpaint etc. und setzen Sie Backlinks auf Ihre Webseite

 

–        Tragen Sie Ihre RSS Feeds von allen Ihren Seiten bei den RSS Verzeichnissen ein

 

–        Pingen Sie alles

 

–        Tragen Sie sich bei einem kostenpflichtigen Netzwerk ein und reichen Sie Ihre Artikel mit Ihrem Backlink ein

 

–        Benutzen Sie automatische Software, die Ihnen das meiste dieser Arbeiten abnehmen, spammen und verteilen Sie gespinnten Content* mit Ihren Backlinks über das gesamte Internet. (Um Missverständnissen gleich vorzubeugen, ich empfehle grundsätzlich nie diese Spin-und-Spam Methoden. Sie werden hier nur der Vollständigkeit wegen erwähnt, da sie sehr oft praktiziert werden.)

 

*Gespinnter Content:

Der ursprüngliche Text wird mit Hilfe eines Article Spinners – einem so genannten Spinning Programm – verändert. Der Inhalt ist derselbe. Es werden aber relevante Satz- und Wortvarianten gewählt, die den Suchmaschinen signalisieren sollen, dass es sich hierbei um unique, also originalen Inhalt/Content handelt.

 

Das klingt alles wunderbar. Zu dumm, dass Google™ sich seit seinen großen Updates nicht mehr daran hält. Google Update History.

 

Es wurde zu viel ge-spinnt und ge-spammt, sodass Googles™  Spam Kontroll Abteilung nun Ernst macht und alles aus den Suchergebnisse rausschmeißt, was einen spammigen Charakter aufweist. Daher ist es ziemlich schwierig geworden, mit diesen alten Methoden auf der ersten Seite von Google™ zu landen.

 

Google™ richt nun gespinnten Content gegen den Wind

Nicht nur im englischsprachigen Raum des Webs greift Googles™  neuer Algorithmus und straft die Blog Netzwerke und Artikelverzeichnisse schonungslos ab, denen es nicht gelang nur unique/originale Inhalte zu veröffentlichen. Auch bei uns macht sich das Panda Update bemerkbar und viele Webseiten verloren dadurch ihre gute Positionierung bei den Suchmaschinen.

War es früher ein Muss, möglichst viele Backlinks vom Web2.0 und Feeder-Seiten zu kommen, so kann man sich heute beinahe die Arbeit sparen, da sie wegen ihrer geringen Qualität beim Ranking – wenn überhaupt – kaum noch ins Gewicht fallen.

 

 

On-Page-, Titel- und Description-Tags spielen nicht mehr die Rolle, die sie früher einmal hatten, und selbst Keywörter im Domainnamen haben kaum noch den Wert wie einst. Nach Googles™  Panda Update wurde auch schnell klar, dass eine einzelne Seite mit  spammigen Inhalt oder mehr Werbung als Content die ganze Webseite entwerten kann. Matt Cutt Googles™  Chef Ingenieur des Webspam Teams warnt sogar vor der Gefahr, die Webseiten einseitig für die Suchmaschinen zu optimieren. Matt Cutts has warned SEO’ers of the danger of over optimization.

Damit Ihre Homepage nicht wegen der vielen Updates ihr gutes Ranking verliert, sollten Sie Folgendes beachten:

 

SEO-Bestandteil Nummer 1:

On-Page Einmalseins

Sie sollten die On-Page SEO Grundlagen – wie oben erwähnt – beherrschen und auf Ihrer Webseite anwenden. Natürlich spielen sie im Vergleich zu den Off-Page Optimierungen keine allzu große Rolle, besonders nicht bei kleinen Seiten. Aber, nichts kann den Traffic Ihre Seite so nach oben schnellen lassen wie unique/originalen Content, der die Besucher fesselt und ihnen genau das bietet, wonach sie suchen.

Wenn Sie viele und gute Artikel, Tipps oder Tutorials zu den Themen Ihres Spezialgebiets/Nische veröffentlichen, dominieren Sie mit den relevanten Keywörtern immer mehr die Ergebnisseiten der Suchmaschinen und ziehen so immer mehr Leser an. Dadurch werden Sie in Ihrer Zielgruppe bekannter, erhöhen die Reichweite und die „Sichtbarkeit“ in den Suchmaschinen. Und das zieht noch mehr Leser an.

 

SEO-Bestandteil Nummer 2:

Off-Page Basics

Sie müssen immer noch dafür sorgen, dass Sie eine Vielfalt von Backlinks von unterschiedlichen Quellen bekommen: Artikelverzeichnisse, Bookmarks, Forums, Presseerklärungen, Video Sharing Seiten, RSS etc. Gehen Sie dabei natürlich vor. Diese Art von Backlinks zählen für Ihr Ranking in den Augen von Google™ jedoch sehr wenig, besonders wenn Sie nur ein mittelmäßig wettbewerbsfähiges Keywort verwenden.

 

Warnung:

Auch wenn ich mich wiederhole. Spinnen Sie keinen Text und spammen Sie nicht mit Inhalten, die Sie mit automatischen Tools über das Internet verteilen. Es ist ein absolutes NO-Go. Auch wenn Ihnen irgendwelche selbsternannten SEO-Spezialisten Ihnen das für Ihre Webseite empfehlen, und sie damit auch tatsächlich kurzfristig Erfolge bei den Suchmaschinen erzielen können, es ist und bleibt ein Vabanquespiel.

Die Suchmaschinen auszutricksen, mag ja einen gewissen Reiz haben, besonders, wenn es sich um eine Webseite handelt, die einem nicht selber gehört. Aber die Strafe ist hart. Man kann dafür eine Abmahnung erhalten, die Seite kann auf die hinteren Plätze geschoben werden oder sogar vorübergehend ganz aus dem Verzeichnis/Index herausfliegen. Sie dann wieder nach vorne zu kriegen, ist sehr mühsam und zeitaufwendig. Im schlimmsten Fall kann es einem sogar das Geschäft ruinieren. Nicht umsonst gab Google™ neulich eine Warnung über verdächtige inbound/reinkommende Links an die Webmaster heraus.

 

Die Merkmale der abgemahnten Webseiten

Betrachten wir doch einfach mal die Merkmale der Seiten, die abgemahnt wurden und dann als Folge einen signifikanten Ranking-Verlust erfuhren.

 

Merkmale:

– Eine große Anzahl von überoptimiertem Anchor Text (meist die wettbewerbstärksten Begriffe)

Es ist die: „Tragen-Sie-jedes-Mal-Ihr-Hauptkeywort-in-den-Anchortext-ein“-Art von Backlink, die dem neuerlichen Update ausgesetzt waren, um ihm den Garaus zu machen.

Wenn Ihre Leser mit einem Link auf Ihren Artikel verweisen, nehmen Sie mit Sicherheit nicht alle den gleichen Anchor-Text, das wäre unnatürlich. Daher lassen Texte, die immer wieder den gleichen Anchor-Text aufweisen, den Schluss zu, dass die Links nicht organisch, das heißt nicht auf natürlichem Wege entstanden sind. Und schon schrillen die Alarmglocken bei Google™.

 

–  Links, die von mehreren verschiedenen Webseiten kommen und klare Merkmale aufweisen, dass sie untereinander vernetzt sind: Gleiche IP oder C-Klasse, Cross Linking (Cross-Linking bezeichnet die gegenseitige Verlinkung zweier Websites untereinander) http://googlewebmastercentral.blogspot.de/2007/08/server-location-cross-linking-and-web.html), die selbe Google™-AdSense-ID, ähnliche Codierung oder CMS Technologie

 

–  Seiten von schlechter Qualität mit umfunktioniertem Inhalt oder Seiten, deren Inhalt nicht zum Thema gehören. Seiten, die mehr Werbung als Inhalt aufweisen

–  Seiten, die den gleichen Inhalt wie andere aufwiesen

 

Quelle: http://blog.iacquire.com/2012/04/10/googles-2012-phishing-expedition/

 

Je abwechslungsreicher und natürlicher Sie bei der Off-Page-Optimierung vorgehen, umso weniger laufen Sie Gefahr, von Google™ und Co abgestraft zu werden.

 

SEO Bestandteil Nummer 3:

Recherchieren Sie Ihre Keywörter gut

Keywort Recherche ist harte Arbeit, aber es lohnt sich trotzdem, viel Zeit darauf zu verwenden. Damit die Leser auf Ihrer Seite landen, müssen Sie genau wissen, wonach sie suchen und welche Begriffe sie in die Suchmaschinen eingeben. Dafür gibt es einige gute Tools. Google™ selbst stellt uns ein hervorragendes kostenlos zur Verfügung: Google Adwords Keyword Tool

 

SEO Bestandteil Nummer 4:

Social Media Signale zählen

Bing und Google™ haben damit begonnen, die Social Media Signale in die Bewertung ihrer Suchergebnisse mit aufnehmen. social signals into account in their search results.

Früher konnten nur Webmaster Backlinks kreieren,  heutzutage kann jeder Besucher einen Backlink kreieren. Wenn Ihre Artikel auf den Social Media Seiten geteilt und „ge-liked“ werden, sieht  Google™ dies und bewertet es. Zugegeben, „likes“ und „shares“ können mittlerweile natürlich auch manipuliert werden. Sie können für $5 gig beispielsweise bei Fiverr.com 250 Fakebook Likes oder Tweets bekommen.

 

Was aber kaum manipuliert werden kann, ist, wenn Sie sich als Experte branden.

 

SEO Bestandteil 5:

Besucher Beteiligung und Branding SEO

Google™ verleiht einer Webseite einen hohen Stellenwert und betrachtet sie als Autoritäts-Seite, wenn sie gute und sachdienliche Inhalte veröffentlicht, über die dann im Netz lebhaft diskutiert, gechattet und verlinkt wird, deren Inhalte zitiert, geteilt, getweetet und geliked werden. Das heißt, wenn die Webseite auf Grund ihrer guten Informationen eine Anhängerschaft und ein Besucher Engagement aufzubauen in Stande ist, signalisiert das den Suchmaschinen:  Die Seite ist „in“ und eine hervorragende Quelle von Informationen.

Wenn die Besucher auf Ihrer Seite landen und sie gleich wieder verlassen, hat Ihre Seite eine hohe Bounce-Rate. Bing beispielsweise nimmt das sofortige Verlassen der Webseite als Ranking-Faktor Bing counts people bouncing off your website as a factor in ranking. Und fast das gleiche macht Google™, besonders seit man als Webmaster die Bounce Rate in den Google Analytics selbst verfolgen kann.

 

Im 2. Teil erfahren Sie:

Was Sie tun können um sich selbst als Marke zu etablieren/Brand SEO und das Engagement Ihrer Anhängerschaft zu steigern

SEO? Oder, Wie schaffen Sie es auf den Schoß von Tante Gugel

 

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